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                 Schirmherr: EU-Kommissar Ján Figel'

Ein Jahr nach dem Beitritt
zur Europäischen Union
Grußworte
 
  Bild © Stadt Frankfurt am Main
Mehr als ein Jahr ist vergangen, seit die Slowakei Mitglied der Europäischen Union geworden ist. Und was uns besonders erfreut, der Übergang in ein ganz anderes politisches Umfeld ging erstaunlich zügig und reibungslos vonstatten. Genau besehen ist diese nahtlose Integration keine Überraschung. Denn die Slowakei gehört mit ihrer wechselvollen Geschichte und ihren vielfältigen Traditionen zu den kulturell am weitesten entwickelten Staaten in Europa. Die zentrale Lage des Landes inmitten des Kontinents bildete seit jeher einen Schnittpunkt verschiedener Kulturen, die sich gegenseitig befruchteten, wobei die Slowakei nicht nur fremde Einflüsse aufnahm, sondern auch eigene Werte weitergab.

Die kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Slowakei sind eng und vielfältig. Auf allen Ebenen gibt es zahlreiche deutsch-slowakische Kontakte und einen regen Besucheraustausch. Für wichtige Bereiche bestehen bilaterale Abkommen, wie z.B. über Kultur, Straßenverkehr und Sozialversicherung. Dies alles bereitete den Boden für einen engen Austausch und wertvolle menschliche Begegnungen, nicht zuletzt auf kommunaler Ebene.

Frankfurt am Main, eine Stadt mit internationaler Tradition und hohem kulturellen Anspruch ist besonders erfreut, Gastgeberin der slowakischen Kulturtage zu sein. Seit dem Jahr 2002 präsentieren wir in einer eigenen Veranstaltungsreihe „Neues in Europa“ ganz unterschiedliche Aspekte und Ausschnitte aus den neuen EU-Mitgliedsländern.

Die slowakischen Kulturtage stellen eine Bereicherung des inzwischen sehr breiten Spektrums aus Mittel- und Osteuropa in Frankfurt am Main dar. Innerhalb der kommenden zwei Monate wird das Land in zahlreichen Veranstaltungen politisch, wirtschaftlich und kulturell den Bürgerinnen und Bürgern nahe gebracht.

Den Auftakt macht die Ausstellung „Andy Warhol“ in der Industrie- und Handelskammer. Andy Warhol, dessen slowakische Wurzeln nicht jedem bekannt sind, hat seine Heimat trotz seines bewegten Lebens nie vergessen. Neben seinen berühmteren Werken werden auch einige unbekannte Ergebnisse seines Schaffens zu sehen sein.

Ich wünsche den Veranstaltungen eine rege Beteiligung und den Besuchern viel Vergnügen.


Petra Roth
Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main

Bild © Honorarkonsul der
Slowakischen Republik
Bewegte Zeiten.

Es ist für mich eine Ehre und Freude zugleich, Sie – lieber Leser – begrüßen zu können. Wir leben in bewegten Zeiten und es ist spannend, den Wandel der Gesellschaften zu beobachten und zu begleiten. Jeder soll dabei im Rahmen seiner Möglichkeiten versuchen, seine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber wahrzunehmen. Das Wort „Verantwortung“ beinhaltet, bitte bedenken Sie, auch das Wort „Antwort“: Wir müssen Antworten geben auch auf die Fragen, die noch nicht gestellt wurden...

Wir müssen heute - mehr als bisher - darauf achten, dass alte Denk- und Verhaltensmuster, die uns einfache Antworten auf schwierige Fragen sowie simple Lösungen für komplexe Probleme anpreisen, erneut öffentlich feilgeboten werden.

15 Jahre nach der Wende wächst mit der Erweiterung der EU auch in Europa zusammen, was zusammen gehört - um ein Zitat des großen Deutschen Willy Brandt zu benutzen, der den Osten immer als Teil des gemeinsamen europäischen Hauses empfand. Uns verbinden gemeinsame Werte, gemeinsame historische, kulturelle und wirtschaftliche Wurzeln. Dass die Slowakei heute vielleicht zu den noch etwas unbekannteren Nachbarn zählt, ist umso mehr Ansporn für mich, das reiche kulturelle Erbe dieses Landes vorzustellen und vor einem möglichst breiten Publikum zu präsentieren.

Im September und Oktober stehen verschiedene Frankfurter Institutionen ganz in dem Zeichen der Kultur aus der Slowakei. All dies wird gemeinsam mit Partnern vor Ort und aus der Slowakei realisiert, ohne deren tatkräftige Unterstützung ein solcher Reigen von verschiedenen Veranstaltungen nicht möglich wäre. Allen Beteiligten danke ich deswegen ganz herzlich für ihren Einsatz und ihre Unterstützung. Alle Tatkraft braucht jedoch auch einen entsprechenden finanziellen Hintergrund, deshalb bin ich besonders dankbar für die großzügige Unterstützung durch Sponsoren. Ihr Engagement hat es überhaupt erst möglich gemacht, die gemeinsamen Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.

Ich freue mich nun auf zwei Monate voller spannender Erlebnisse und Begegnungen und lade Sie herzlich ein, daran teilzunehmen und damit die Slowakei und ihre Kultur näher kennen zu lernen.


Imrich Donath
Honorarkonsul der Slowakischen Republik für Hessen